Autor: Kay Kohaupt

  • Halbzeit im Projekt ATMo²

    Halbzeit im Projekt ATMo²

    Das Projekt Atmo² hat im Mai seinen vierten von sechs Meilensteinen und damit bereits mehr als die Hälfte seiner Projektziele erreicht. Aus diesem Anlass wurde am 27.05. ein Treffen des gesamten Konsortiums an der Sozialforschungsstelle in Dortmund veranstaltet. Dort kamen die Projektpartner:innen zusammen, um ausführlich über die aktuellen Projektfortschritte zu berichten und die Ausrichtung der nächsten Projektschritte zu diskutieren.

    Bereits im vergangenen Jahr konnte die große Ausgangsbefragung des Projekts mit rund 1.100 vollständigen Antworten abgeschlossen werden. Die erhobenen Daten wurden inzwischen weitgehend ausgewertet. Auf dieser Grundlage wurde ein breites Portfolio verschiedener Anreizmechanismen entwickelt, die empirisch fundiert zu Veränderungen des individuellen Mobilitätsverhaltens beitragen können.

    Dieser Entwicklungsstand wurde im Rahmen des Projektmeetings ausführlich diskutiert, da die entwickelten Anreizmechanismen im weiteren Projektverlauf nun durch zusätzliche Erhebungen getestet werden sollen. Hierzu zählt unter anderem die Fertigstellung der projekteigenen Tracking-App. Diese wird in der Lage sein, individuelles Mobilitätsverhalten zu erfassen und darauf abgestimmt personalisierte Anreize auszuspielen. Durch diese individuelle Anpassung soll eine höhere Wirksamkeit erreicht werden als durch standardisierte Anreizangebote.

    Zusätzlich sind Laborexperimente mit einer Demo-App geplant, mithilfe derer spezifische Entscheidungsprozesse bei der Verkehrsmittelwahl simuliert werden können. Diese Experimente werden durch begleitende Interviews und Vignettenanalysen ergänzt, um ein vertieftes Verständnis der Hintergründe individueller Mobilitätsentscheidungen zu gewinnen.

    Neben diesen Projektschritten werden in den kommenden zwei Monaten zudem die ersten beiden Atmo²-Reports veröffentlicht. Diese detaillierten Berichte werden umfassende Informationen zu den bereits erzielten Projektergebnissen enthalten und diese damit auch für weitere wissenschaftliche und planerische Zwecke nutzbar machen. Nach der Veröffentlichung werden auf dieser Website sowie auf den Internetseiten der jeweiligen Projektpartner:innen entsprechende Informationen und Zugangsmöglichkeiten zu den Reports bereitgestellt.

    Die beschriebenen Projektschritte sind bis Februar 2027 vorgesehen. Im anschließenden letzten Projekthalbjahr erfolgen die Auswertung der erhobenen Daten sowie die Fertigstellung des abschließenden Projektberichts.

    Ziel des Projekts Atmo² ist die Entwicklung eines validierten und empirisch fundierten Anreizkonzepts, das in unterschiedlichen Kontexten zur Ausspielung individualisierter Mobilitätsanreize eingesetzt werden kann.

    (Bildquelle: © Fabian Adelt/TU Dortmund)

  • Ergebnisse von InnaMoRuhr als Buch im Springer VS erschienen

    Ergebnisse von InnaMoRuhr als Buch im Springer VS erschienen

    Wie wollen wir uns in Zukunft fortbewegen? Immer mehr Menschen streben nach nachhaltiger, flexibler und individueller Mobilität. Sie sind bereit, ihr Verhalten zu ändern und häufiger das Fahrrad oder den öffentlichen Verkehr anstelle des privaten Autos zu nutzen. Doch was hindert sie daran?

    Das Forschungsprojekt „InnaMoRuhr“, auf dessen Erkenntnissen die Konzeption von ATMo² aufbaut, hat diese Fragen untersucht und bietet eine Erklärung an. Das Buch enthält im Wesentlichen die Ergebnisse des Projekts, in dessen Rahmen Konzepte nachhaltiger Mobilität erforscht und in mehreren Realexperimenten erprobt wurden.

    Die im Projekt bearbeiteten Themen reichen von den initialen Befragungen zum Mobilitätsverhalten und -bedarf, die Auswirkungen von Homeoffice auf die Mobilität, Studien zur Zahlungsbereitschaft für nachhaltige Transportlösungen bis hin zur Entwicklung von Szenarien zukünftiger Mobilität im Ruhrgebiet. Zuletzt sind auch die Entwicklung einer innovativen Mobilitäts-App für Routing und Tracking sowie Simulationsexperimente mit einem Modell des Ruhrgebiets Thema des Bandes.

    Die Printversion erscheint am 8. April 2025.

  • Veröffentlichung zur geräteinternen Klassifizierung von Transportmitteln

    Veröffentlichung zur geräteinternen Klassifizierung von Transportmitteln

    Das Ziel des ATMo2-Forschungsprojekts ist es, die Wirksamkeit kostengünstiger Anreize auf die Bereitschaft von Reisenden zu untersuchen, vom motorisierten Individualverkehr auf umweltfreundlichere Transportoptionen umzusteigen. Zu diesem Zweck entwickelt das Projekt eine mobile App, die die täglichen Fahrten ihrer Nutzer verfolgt und nachhaltige Alternativen vorschlägt. Um diese App-Funktion datenschutzfreundlich zu realisieren, muss die App sowohl das Tracking als auch die Identifizierung der Transportmodi auf dem mobilen Gerät jedes Nutzers durchführen können.

    In der bevorstehenden Präsentation des Projektpartners Networked Embedded Systems (NES) beim Wissenschaftsforum Mobilität und der dazugehörigen Veröffentlichung beschreiben und bewerten wir maschinelle Lernmodelle, die für eine solche geräteinterne Klassifizierung der Transportmodi verwendet werden können. Als Grundlage für die Konstruktion und Bewertung der Modelle nutzen wir einen Datensatz, der GPS-Spuren von mehreren tausend Fahrten enthält. Die Bewertung zeigt, dass es möglich ist, einen robusten geräteinternen Klassifikator zu erstellen, der den Anforderungen von ATMo2 gerecht wird, obwohl einige Modi schwerer zu unterscheiden sind.

    (Bildquelle: Classification icons created by Fajrul Fitrianto – Flaticon)

  • Projekt ATMo² gestartet

    Projekt ATMo² gestartet

    Die aktuellen Nachhaltigkeitsziele, nicht nur in NRW, können nur erreicht werden, wenn auch der Verkehrssektor substanzielle Beiträge zur Reduktion klimaschädlicher Treibhausgase leistet. In diesem Bereich müssen in den nächsten Jahren erhebliche Anstrengungen unternommen werden, um nicht nur eine Antriebswende, sondern auch eine echte Verkehrs- bzw. Mobilitätswende zu erreichen.

    Das Projekt ATMo² wird durch einen interdisziplinären Forschungsansatz dazu beitragen, Instrumente einer sanften Verhaltenssteuerung zu entwickeln, die nicht nur effektiv (im Sinne des Klimaschutzes) und ökonomisch tragfähig sind, sondern von den Betroffenen auch akzeptiert werden.

    Das Projekt baut auf Erkenntnissen auf, die in den Jahren 2020 bis 2023 im Projekt InnaMoRuhr mit Fokus auf die UA Ruhr-Universitäten gewonnen wurden.

    Das Forschungsgebiet Techniksoziologie der Sozial­forschungs­stelle (Prof. Dr. Johannes Weyer) koordiniert das Projekt. Weitere Projektbeteiligte sind:

    Gefördert wird das Projekt vom Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen.

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