Projektverlauf

Modellierung des Mobilitätsverhaltens

Unter Bezug auf Konzepte der analytischen Soziologie, der Lebensstilforschung sowie der Verhaltensökonomie wird ein Modell des Mobilitätsverhaltens entwickelt, das die Faktoren und Mechanismen beinhaltet, die das alltägliche Mobilitätsverhalten der Menschen prägen. Dazu gehören neben dem individuellen Kontext (Wohnort, ÖV-Anbindung etc.) insbesondere die Einstellungen und Präferenzen sowie die subjektive Wahrnehmung der verfügbaren Mobilitätsangebote. Hinzu kommen Faktoren wie die individuelle Zahlungsbereitschaft und weitere soziodemografische Faktoren, aus denen sich unterschiedliche Levels der Bereitschaft zur Verhaltensänderung ableiten lassen. Besonderes Augenmerk gilt hierbei der Gruppe der nicht-ÖV-affinen Menschen.

Entwicklung von Anreizmechanismen

Unter Bezug auf Konzepte der Governance-Forschung, der Steuerungstheorie und der Nudging-Debatte werden theoretisch fundierte Anreizmechanismen entwickelt, die eine Veränderung individuellen Mobilitätsverhaltens hin zu mehr Nachhaltigkeit fördern sollen. Dabei werden unterschiedliche Typen von Reisenden mit ihren individuellen Routinen und Bedürfnissen berücksichtigt und gezielt angesprochen. Zudem werden Erkenntnisse der Gamification-Forschung genutzt, um Nudges zu entwickeln, die durch spielerische Elemente und die damit verbundenen Anreize ansprechend gestaltet werden können.

Integration der Erkenntnisse

Die im Projekt gewonnenen Erkenntnisse werden schließlich miteinander verknüpft, um auf diese Weise fundierte Empfehlungen aus sozial- und wirtschaftswissenschaftlicher Perspektive an die Aufgabenträger der Mobilität in Nordrhein-Westfalen geben zu können. Zu diesem Zweck arbeitet das Projektteam eng mit der Landesagentur NRW.mobidrom zusammen. Hierbei spielen auch die im Projekt entwickelten Anreizmechanismen eine große Rolle: Sie können durch diese Kooperation für eine mögliche Implementation in geläufigen Mobilitätsapps vorbereitet werden.

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